Ein Achtundzwanziger

IMG_5251.JPG

*Für Elise* von Beethoven
spielt meine Phonographenwalze,
wenn ich an der Kurbel drehe, und das gern.

Ein Achtundzwanziger, damit dieses kleine
Meine nicht in Vergessenheit gerät, ich liebe es.

Advertisements
Standard

So nah

Nah sind wir uns.
Wir wollen unseren Worten
keinen großen Abstand gewähren.
Alles will ich mehren,
weil selbst die Zeit bei dir
zu meiner wird.

Nein. Ich verderbe sie mir nicht,
breite mich aus in deiner Gegenwart,
um so für immer
in deiner Vergangenheit zu bleiben.

Nah sind wir uns.
Ohne Abstand für Worte.

Wie wird dein letzter Satz sein ?

Standard

Meine Träume sind mit Staub belegt,
viel zu lange hab ich sie nicht mehr bewegt.
Doch ich erkenne sie, sie strahlen hell,
ich gebe sie so schnell nicht auf.
Nun putz‘ ich sie mal hier mal da –
der eine ist mir schon ganz nah…

Standard

Man darf ja mal fragen

Was nur macht mir meine Stunden wieder flott?
Was reißt mich aus dem ungesunden Trott?
Wer spannt mir von Zeit zu Zeit die Zeit weit?
Wer spricht mir Glück in die Glückseligkeit?
Irgendwann werde ich diese Fragen gründlich ergründen
und alle Antworten finden.

Standard

April-Balz

Oh, du, sei still,
lass den Atem für das Wort schnell fliehen
und schweigend finden diesen Ort,
an dem wir Räume neu nun füllen
nach unserem Willen, frisch,
an den Quellen der Zeit.

Zieh meine Gedanken
nicht zu weit weg von dir,
halt sie fest, spieß sie auf.

Auch der April nimmt trotz allem
seinen gewohnten Lauf.
Er lässt sich nicht nähen, nicht stricken,
nicht bügeln, nicht anders falten.
Vertrau in sein Verhalten.
Es ist doch nur
seine Art Balz an den Mai….

Standard

…lose Gedanken

Ganz schnell
reißt die Stille mir
den Schrei vom Mund.

Die Taubheit des Herzens schmerzt.

Und doch setze ich beherzt auf die Hoffnung, die gute
gebe kund, dass vor dem Fall alles auf sicherem Boden stand.

Gedankenreich gehe ich aus jedem Gedicht,
sprachlos bin ich gerade, wortlos nicht….

Standard