Ich sage JA

Können Gräser, Bäume, Blumen, Tiere fühlen?
Ich sage JA.
Mein Widerspruch gilt dem Satz:
‚Wer fühlt, denkt,‘
Ich sage: Wer fühlt, lebt!
Mir sind dazu Wissenschaftlichkeiten
völlig egal.
Natur ist das wunderbarste Leben allemal.

So wenig wird manchmal zu ALLEM.

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Einfach mal was anderes…

Zum Dichten habe ich gerade kein Gespür, doch trotzdem immer wieder neue Gedanken. Vielleicht sollte ich einmal etwas über mein Empfinden unserer Sprache schreiben.
Sie wurde ja schon vielfach ‚verändert‘, neu entwickelt sozusagen, was mir nicht immer gefällt.
Es gibt Worte und Sätze, die man einfach so belassen sollte wie sie ursprünglich gedacht und geschrieben wurden, um deren Poesie nicht abzutöten. Nein, ich will die Zeit nicht anhalten, nicht zurückdrehen. Aber es gab die Zeit, in der manches Wort so richtig kunstvoll klang, Da standen Worte für einen ganz bestimmten Ausdruck wie ein Fels in der Brandung. (Ich meine nicht das Alltägliche, nur das Besondere!)

Ich befasse mich gerade mit der Sprachgewalt von Luther. Die Luther-Bibel ist für mich ein sprachliches Kunstwerk und mir sind die Übersetzungen dazu oftmals regelrecht zuwider. Ich finde, wer Luthers Bibel oder auch alles andere von ihm lesen will oder muss, der liest diese Werke auch gern in seiner originalen Sprache. Man braucht dazu keine hundertfachen Übersetzungen, die so anders ausdrücken, anders machen. Es sind keine Emotionen mehr darin enthalten. Das ist meine Meinung!

Vielleicht bin ich drauf gestoßen, weil ich mich schon längere Zeit mit Kalligraphie befasse. Ich übe und übe, keine Ahnung, wann ich annähernd Perfektion darin erlange. Das muss auch nicht sein. Diese Schrift passt zu den Luthertexten wie die Faust aufs Auge. Da gewinnen seine Worte die Schönheit zurück, die er auszudrücken vermochte….……..

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WIR

Hunger überfällt mich
auf dich.
Du lässt mich
in deinen Blick fallen.
Ich verbeiße mich
an dir.
Seid ich dich kenne,
sind wir ein Wir.

Ich sehe schon
du witterst mich,
du kennst dich
mit mir aus.
Es ist so leicht,
mit uns zu leben.
Ich sehe,
was das mit dir macht
und was das mit uns
weiter wird.

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Einheit

Du fixierst mich, schaust durch mich hindurch,
lässt Raum und Zeit dahin verschwinden,
wo sie tatsächlich zu finden sind.
Diese erfühlte Empfindung ist dabei,
mich kribbelig auszuschöpfen.
Gut zu wissen, was es immer wieder mit uns macht,
dass es weiter wird.
Du warst schon immer der,
der für mich
allgegenwärtig war.
Du bist der, der ist.
Atemzüge, Herzschläge, ja sämtliche Poren
sind mit dir gefüllt.
Immer wieder schmelzen wir.
Zusammen.

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Im Zauber der Zeit

Momentan ist so wenig Platz in mir.
Der Frühling dringt ein
und besetzt jede Ecke.
Ich lege alles Wollen in meinen Blick.
Der Frühling will es so.

Im Zeitraffer verlangsame ich mein Leben,
lasse zu, dass mein Herz gefühlt rückwärts schlägt,
nur um nichts zu verpassen,
was sich an Blättern, Blüten, Keimen
farbenfroh und grün regt.

Der Frühling verändert lautlos die Zeit.
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