Wort-Weihnacht

Worte sind wie Vögel,
sie flattern davon,
fort aus Herz und Sinn.
Sie fliegen dahin,
bleiben sprachlos und stumm.

Doch, oh Zauber, mit einem Mal sind sie
in vielen Gesichtern zu lesen,
sie lassen sich spüren, im Lächeln erkennen.

Sie machen sich friedlich überall breit.
Sie stecken an.
Es ist Weihnachtszeit.

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Auch Advent

Ein glänzender Himmel.
Die Nächte sind ohne Falten.
Adventliche Zeit bringt alles in Form.

Und viele suchen, suchen und wühlen
in Top-Angeboten auf Weihnachtsmärkten,
versäumen oft gar
das gerade aufkommende, dauernde
vorweihnachtliche Glück.

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Immer neu

Sonne schiebt sich zwischen Nebel und Nachtgedanken.
Das Lied des Tages erklingt glockenklar.
Gespürt, die Zeit nimmt sich Zeit.

Advent.

Der Atem der Hoffnung geht nie aus.

Und freier Geist braucht dieses:
*Wieder zum Kinde werden*,
um über sich selbst zu wachsen.

Immer wieder…

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Etwas ist immer, etwas bleibt immer…

Ausgehebelt hatte es mich. Von gleich auf sofort. Da lag ich im Badezimmer, bewusstlos.
Mein Mann hörte, als ich fiel. Unser Hausarzt, bei dem wir eine Stunde vorher zur gewohnten
Kontrolle waren (und da war alles gut, wir lachten, erzählten Privates), kam ganz schnell von seiner Praxis zu uns. Er mühte sich redlich um mich, dann kam doch mit Bestimmtheit, dass ich ins Krankenhaus muss.
Dort durchlief ich alles, was nur denkbar war.

Nun bin ich wieder Daheim, noch nicht ganz so fit, aber guten Mutes. Gelernt habe ich, alles viel, viel langsamer anzugehen, mich nicht selbst zu hetzen, zu wissen, ich bin nicht mein eigener Feind.
Das Wort Stress habe ich gänzlich gestrichen.

Schmerzen plagen mich dort noch immer, wo ich drauf gefallen bin – auf mein im August operiertes Knie, auf Rippen und Brustbein und noch so diverse Stellen. Aber dies alles ist auch heilbar.

Ich gönne mir noch eine kleine Auszeit, wollte EUCH LIEBEN einfach nur ein Lebenszeichen
da lassen und eine

gesegnete, fröhliche Adventszeit von ganzem Herzen wünschen…….

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Ein deutliches JA

Du hast das schönste Lächeln,
du betörst und beruhigst .
In deiner Gegenwart muss ich nicht sprechen.
Mit dem Herzen auf der Zunge
verlierst du dich in vielen Einzelheiten.
Mir bleibt nur zuzuhören, ich kann auf deinen Worten
wie auf Wellen reiten.
Immer und immer nicke ich wieder.
Deine offene Art rührt mich an.
Zum einhundertzwanzigtausendsten Mal fragst du mich,
ob ich glücklich bin.
Mit einem offenen Blick und einem Lächeln nicke ich
ein JA!

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… für Irgendwann

In meinen Lebensjahren
rückt die eig’ne Welt ein wenig enger, dichter,
irgendwas wird lichter, denn von meinem Baum
des Lebens, fällt nun Blatt um Blatt.
Vom Leben lange noch nicht satt,
bin ich noch immer trunken, doch auch müde, matt.
Was heute schillernd glüht
ist Morgen längst versunken.

Dich, Wind, spüre ich oft in meinen Gliedern,
in Gelenken.
Du lässt mich immer mehr an Einst nun denken,
wenn du auch über meine letzte Ruhestätte
fegen wirst.
Du irrst, glaubst du, dass ich dann nicht gern
gestorben bin.
Mein Leben macht und machte Sinn,
ich bin zufrieden dann damit, mit dem,
was ich geschafft.
Auch Liebe kostet Lebenskraft….

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Wieder schreiben

Meine Euphorie wächst, ja, sie ist da, gerade sonne ich mich in ihr
und lasse mein Ego sprießen.
Gleich habe ich es eilig.
Ich will wieder schreiben.
Mich bedrängen regelrecht die Gedankenfetzen und ich halte sie,
denn sie halten mich wach.
Ich muss sie greifen, sonst gehen sie verloren.
Wie nur mache ich es mit der Sprache?
Stille möchte ich in ihr aufnehmen und bunt will ich malen,
so bunt wie die Palette eines Malers.
Emotionen will ich in Worten schenken,
auch wenn sich deren Bedeutungen längst verändert haben.
Schreiben will ich.
Schreiben.
Nicht mehr Verdruss zeigen.
Schreiben vom Leben.

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